Ein Osterei im Spätherbst

Auf einer kleinen „Such-den-einen-neu-ausgelegten-Cache“ Tour, hat es urbannature und mich am ersten Sonntag im November in die Nähe der JVA Rosdorf bei Göttingen verschlagen.

Bei fortschreitender Dämmerung erreichten wir ein kleines Wäldchen am Rande des Feldweges.

Von weitem lachte uns schon ein großer hohler Baum an. Nachdem urbannature kurz hinein sah und die Stelle mit einem „Vorsicht, da ist ein Wespennest drin“ abtat, machten wir uns an die Suche im Unterholz und sahen bald vor Dunkelheit den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, geschweige denn Hinweise auf eine Dose.

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Trotzdem wir im Hinterkopf hatten, dass die Terrain-Wertung nur mit 1,5 angegeben war, wühlten wir uns von allen Seiten durch’s Gebüsch. Mit nur einer Taschenlampe etwas mühseelig, was uns einige Kratzer und Spinnenweben im Gesicht bescherte, aber das kennt man ja schon.

Von weitem rief ich urbannature die Entfernung laut GPS zu…

„Da wo du jetzt bist, sollte er in etwa sein“… und kurze Zeit später kam ein „Hab ihn!“ zurück.

Ich eilte hinzu, um mir das Ganze anzusehen.

Währenddessen hatte aber urbannature bereits festgestellt, dass der gefundene Cache nicht der eigentliche Cache sein kann, den wir suchten, befanden sich im Logbuch Einträge aus 2005 (letzter Fund August 2008).

Worauf waren wir denn jetzt gestoßen?

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Glücklicherweise war der Cache-Name im Logbuch angegeben, wodurch er sich später identifizieren ließ.

Wir trugen uns ins Logbuch ein und verstauten den auch nach über einem Jahr unangetasteten, aber immer noch gut in Form gebliebenen Behälter wieder wie vorgefunden.

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Und nu? Wo liegt der eigtl. gesuchte Cache?

Von neuem begann die Suche nach dem Mikro.

Nach insgesamt etwa einer halben Stunde Suche wollte urbannature aufgeben, gab es doch einfach zu viele Stellen, an denen sich ein D 2,5er verstecken konnte; gerade bei Dunkelheit.

Also raus aus dem Gebüsch…

Ich weiß nicht, warum ich es tat, aber ich schaute mir dann doch noch einmal selber den schon zuvor in Augenschein genommenen hohlen Baum mit dem Wespennest an.

„Da ist nur das Wespennest drin“, sagte urbannature erneut.

„Ja, und was ist unter dem Nest?“ fragte ich, da mir die Form doch ein wenig wunderlich vorkam.

Na klar, da war er dann auch drunter…

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Nicht das erste Mal, dass wir eine solche Tarnung sahen… aber irgendwie lässt man sich doch immer mal wieder gerne täuschen.

Auf jeden Fall wieder ein schönes Ding und hätten wir ihn gleich beim ersten Mal gegriffen, hätten wir nicht das „Osterei“ entdeckt, welches sich als ein Cache herausstellte, der dort seit Juli 2005 lag und bereits seit Juli 2007 archiviert war.

Lazarus-Rising